ETERNAL OATH – "Wither"

Black Lodge, Juni 2005

Eternal Oath, die vor 15 Jahren gegründet wurden, haben ihr drittes Studioalbum veröffentlicht. Es ist wirklich aufregend, wenn du darüber nachdenkst – 15 Jahre und drei Alben – das bedeutet natürlich, dass genügend Zeit bleibt, in Qualität zu investieren. Egal, für die meisten Bands ist das dritte Album wirklich am Wichtigsten, denn es entscheidet darüber, ob die Band erfolgreich bleibt oder daran zerbricht. Obwohl vier Jahre seit der letzten Veröffentlichung „Righteous“ vergangen sind, war es das Warten wert.

Das Album startet mit einem Song namens „Behind Tomorrow“. Ein merkwürdiger Ton leitet nach zehn Sekunden in den Song hinein. Die Atmosphäre in diesem Lied ist außergewöhnlich, auf der einen Seite harte Gitarrenriffs und bombastische Drums, auf der anderen wunderschöne Klaviertöne und ein Ensemble aus dem Synthesizer, die perfekt miteinander verschmelzen. Weil die Texte leider meistens zu schnell zum Verstehen gesungen sind, die Promo-CD ohne Texte kam und die Homepage der Band leider auch nicht viel enthüllt, kann ich nur ahnen, wovon die Texte handeln. Aber die Titel und Texte, die auf der Homepage bereit gestellt sind, beschreiben das Gefühl, das man beim Hören der Lieder bekommt, perfekt. Während „Behind Tomorrow“ mit langsam mit einem wunderbaren Piano-Outro zum Ende kommt, bläst „Death´s Call“ förmlich aus der Stereoanlage. Der Song handelt davon, dass etwas sehr Schlimmes, das in der Vergangenheit passierte, einen das ganze Leben verfolgen kann, etwas, an dem auch mehrere Menschen beteiligt sein können. Musikalisch folgt der Song der bombastischen Atmosphäre des vorherigen, und was ich besonders an ihm mag, ist die Kombination von harten Growls und klarem Gesang, die wirklich gut ausbalanciert ist. Während ich mich noch frage, warum das Lied so plötzlich endet, was vielleicht daran liegt, dass dies nur eine Promo-CD ist, beginnt „In despair for my sins“. Der Song geht gut vorwärts und passt genau zu den Vorherigen. Es gibt eigentlich nichts Spezielles darüber zu sagen. Die perfekte Kombination aus Klavier und harten Gitarren und Schlagzeug kehrt im Song „Godsend“ zurück, der ein weiterer Beweis für den Erfolg dieses Albums ist. Er hat eine schöne Atmosphäre und lässt sich mit dem ersten Song vergleichen. Obwohl das Lied noch ziemlich hart ist, ist „Second life“ die erste Ballade auf diesem Album. Und es steht fest, dass Eternal Oath sich damit nicht übernehmen. Ein perfekt arrangierter Song mit einer großartigen Klaviermelodie im Hintergrund. Als nächstes kommt „Within my world“ und während du noch denkst, dass er ein bisschen zu langsam ist, wird dieser Gedanke schon durch ausgezeichnete Growls und Gitarrenriffs weggespült. Obwohl diesem Muster den Song hindurch gefolgt wird, entsteht eine außergewöhnliche Atmosphäre, was gut zu dem passt, was ich vorher schon auf der CD hörte.
Die folgenden Songs „Act of fate“ und „On bitter wings“ passen gut in den Kontext, sind aber so geradlinig, dass es nichts weiter dazu zu sagen gibt. Sie folgen dem eingeschlagenen Stil der vorangegangenen Songs, ohne etwas Außergewöhnliches zu enthalten. 
„Fallen virtue“ ist von Anfang an sehr atmosphärisch und melodisch. Die Melodien sind mit der bombastischen Natur des Songs perfekt vermischt. „At your hands“ beginnt auch sehr melodisch, aber das scheint nach 20 Sekunden zu enden und geht in ein ausgezeichnetes Gitarrenriff über. Aber so interessant der Anfang auch ist, so langweilig wird das Ende. Der Song ist nicht schlecht, eigentlich sogar recht gut, aber eben keiner der besten Lieder dieses Albums. Es gibt auch nicht vielmehr über das Album zu sagen, außer dass der Titelsong „Wither“ ein gut komponiertes und ebenso gut aufgenommenes Lied ist.

Meiner Meinung nach ist dies ein wirklich gutes Album, wie ich schon erklärte als ich die Songs durchging. Und um die Frage nach der Bedeutung des dritten Albums zu beantworten, ob sie es geschafft haben oder nicht: Sie haben es definitiv.

Anspieltips: „Behind Tomorrow“ und „Fallen Virtue“

Punkte: 7.5 von 10                                                 Review von Rhoutna/ Übersetzung von Wiebke

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