Creature � "Feindtbild"

Eichenthron/ V�: 8.Nov. 2008

�Feindtbild� hei�t der neueste Silberling von �Creature�, und wie der Titel bereits erahnen l�sst, stellt das Album klar, dass ab sofort Schluss mit Lustig ist. Bereits der �Einklang� (f�r die, die nur noch die Anglizismen kennen > das ist das �Intro� ;-)) ist trotz der synthetisierten Kl�nge klassischer Instrumente eine Vorahnung gen�hrt von viel wirrer Aggressivit�t... eine Hass-Energie, die sich hier aufbaut und beim folgenden ersten Full-lenght-Song eine Struktur bekommt und ausbricht. Garstige anti-christliche Texte (nat�rlich, wie auch der Rest des Albums, in deutscher Sprache) werden ausgespieen und man versteht sogar den Text, denn obwohl der Gesang in gewisser Art �gepresst� ist, ist er nicht mit normalem Growling vergleichbar. Wer das Feindbild ist, wird hier unmissverst�ndlich klargemacht. Um dies zu untermauern wird, vordergr�ndig begleitet von brodelnden, treibenden Gitarrenriffs, gekreischt und gekeift, was das Zeug h�lt. Die Drums wirken in kurzen Teilen fast wie die Kriegstrommeln aus dem Urwald, was dem ganzen zus�tzlich einen extrem angriffslustigen Touch gibt.
Der dritte Song �Keines Herren Knecht� (der Titel l�sst die Lyrics erahnen) ist recht kreativ. Neben den nat�rlich bissigen Texten wird der Schlagzeug-Sound �bereifrig, die Gitarrenriffs werden virtuoser, die Basslinien schnittiger. Auch gut gesetzte Tempi-Wechsel geben dem Lied Charakter.
Das folgende �Blasphemia� f�hrt diese Tradition fort, nur dass hier die Leadgitarren teilweise als Wand auf den H�rer einst�rzen, was dem Track aber ungeheuer viel Antrieb und Wucht gibt. In Kombination mit dem leidenschaftlich herausgebr�llten Refrain l�sst dies keinen Zweifel offen, dass �Creature� keine Form der Blasphemie scheuen und diese sogar zelebrieren. In eben jenem Song wird sogar an ganz kurzer Stelle beinahe so geschrieen wie auf dem neuesten Nyktalgia-Album... n�mlich steinerweichend... dies in Abwechslung mit einer tiefen Stimme, als Dialog gestaltet. In �Erl�sung� findet dieser Song seine Fortsetzung, man merkt den �bergang kaum. 
Kraftvoll setzt sich das Konzept des Albums in 4 weiteren Songs und dem unvermeidlichen �Ausklang� fort, wobei die Akteure songwriterisch niemals m�de wurden und in beinahe jedem Track noch einiges an Gift und Galle draufsetzen konnten.
Was den Sound betrifft, ist das Album im �mittel-hohen� Bereich angesiedelt, vieles wurde geradeger�ckt und alles wurde �geschniegelt und geb�gelt�, so dass das Album qualit�tsm��ig mit gr��eren Produktionen mithalten kann.
Das Cover gibt sich mit klarem Symbolismus zufrieden. Es braucht ja auch nicht immer gem�ldeartige Gro�kunst, mit der der Album-Inhalt dann nicht mithalten kann, wie es so viele andere Bands praktizieren.

Ich vermute, dass Black-Metal-Fans (und vor allem die, die noch gerne auf deutsch Gesungenes h�ren) von �Feindtbild� sehr angetan sein werden. Hasserf�llte Blasphemie ... vertont auf eine Art, die nicht langweilig wird und mit jedem Song mehr Anti-Haltung verspr�ht!

Anspieltip �Keines Herren Knecht�                                                           8,5 von 10 Punkten

Review von Twilightheart

Creature live 2007:

 

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